BEGEGNUNGEN sind das Herz unseres Engagements:

Reisen aus Zürich nach Göncruszka (für Jugendliche/für Erwachsene), Benefizkonzerte,

Besuche aus Göncruszka in Zürich;

Honig aus Göncruszka weitergeben gegen Spenden für TALENTUM in Göncruszka,

updates und Infobriefe ...

Was wir unterstützen...

Schule und Kindergarten TALENTUM

200 Kinder aus 18 Dörfern aus der Umgebung besuchen die Schule TALENTUM - 50 Kinder besuchen den Kindergarten.

TALENTUM deshalb, weil die Schulverantwortlichen davon überzeugt sind, dass jedes Kind von Gott mit einem (oder mehreren) Talent(en) be-gabt wurde ... und dieses Talent gilt es zu finden und dann Raum zu schaffen zur Entfaltung.

Kunst (z.B. Zeichnen, Puppentheater, Töpfern), Sport (z.B.Fussbald, Volleyball, Thaiboxen), Musik (auch Instrumentalunterricht) wird vielfältig angeboten und genutzt - auch in den "normalen" Fächern (Ungarisch, Mathematik, Englisch, Physik usw.) erzielen bei Wettbewerben Kinder aus dieser Schule oft Preise, was auch für die hohe Unterrichts-Qualität steht.

Ein "Zuhause" sollen Schule und Kindergarten sein, gerade auch für Kinder, die aus armen und schwierigen Verhältnissen jeden Morgen in Schule und Kindergarten kommen. Integrativ war TALENTUM von Anfang an geplant - Romakinder und Kinder mit besonderen Bedürfnissen besuchen deshalb auch Schule und Kindergarten. Integrativ = gemeinsames Lernen, um dann auch später zusammenleben zu können ... das ist ganz wichtig in diesem Teil von Ungarn, wo das eben nicht selbstverständlich ist. Noch immer gibt es an vielen Orten  "schwarze Schulen" (dort sind vor allem Romas) und "weisse Schulen" (ohne Romas) ... nicht so in Göncruszka! Dort lernen Kinder aus ganz unterschiedlichen Umgebungen gemeinsam. Und - der Zulauf ist riesig, jedes Jahr wollen bis zu 90 Kinder die 1. Klasse beginnen, aber leider können nur 30 aufgenommen werden!

 

Wir als Verein Pro Göncruszka versuchen zu helfen, wo immer möglich... informieren unsere Mitglieder und weitere Interessierte mit updates und Infobriefen regelmässig über das Leben und die Herausforderungen vor Ort.  ...

und was genau nötig ist, erfahren wir direkt aus Göncruszka!

 

Möchten sie regelmässig informiert werden? Schicken sie uns ihre Mailadresse, dann erhalten sie 4-6x/Jahr unsere Infos! 

 

 

Stipendien

Nach den 8 Schuljahren in TALENTUM besuchten bisher alle Jugendlichen weiterführende Schulen. Nachhausekommen am Abend ist nicht möglich (zu wenig ÖV),  sie wohnen im Schülerwohnheim und sind nur am Wochenende zuhause. Das kostet ... und viele Eltern (und Schüler:innen) sind froh um die Unterstützung, die sie bei uns beantragen können als "Stipendium": 40.- Fr/Monat, 10 Monate ausgerichtet (2 Monate sind Ferien im Sommer), d.h. 400.-Fr/Jahr. Die Jugendlichen und auch wir sind froh, dass immer wieder Menschen diese "Stipendien" übernehmen. Jedes Jahr stellen wir einen Stipendienbericht zusammen, in dem die Jugendlichen erzählen, wofür sie das Geld einsetzen. Gerne dürfen sie den bei uns anfordern. 

 

Die erste Stipendiatin hat vor 2 Jahren ihr medizinisches Schlussexamen in Budapest gemacht ... 

sie sagt heute, dass sie ohne dieses "Stipendium" das nicht geschafft hätte! 

 

 

Kontakt

Mail: info@pro-goencruszka.ch

 

Jahresberichte

Jahresbericht 2022

gallery/Jahresbericht 2022.pdf

Jahresbericht 2023  gallery/Jahresbericht 2023.pdf

Regelmässig erhalten wir Besuch aus Göncruszka ... 2024 war es eine Musikgruppe der TALENTUM -Schule  28./29.9.24. 

Das Benefizkonzert mit der Konzertpianistin Ágnes Kövecs und anderen Solisten am Sonntag 29.9., 17.00 Uhr in der Kirche Letten war faszinierend. 

Für die Kinder und Jugendilchen aus Göncruszka war es ein besonderes Erlebnis, dass sie zusammen mit Profi-Musiker:innen auftreten konnten.

 

 

Auch 2026 wird wieder ein Benefizkonzert stattfinden - mit dem neugegründeten Chor der Schule TALENTUM und der Pianistin Ágnes Kövecs. 

Termin: 5. Juli 2026, 17.00 Uhr

Ort: Kirchgemeindehaus Höngg, Ackersteinstrasse 186, 8049 Zürich.

 

 Auch Pfarrerin Zsuzsa Sohajda und 3 Lehrer*innen der Schule Talentum werden da sein und aus ihrer Arbeit berichten. 

Jetzt schon ganz herzliche Einladung!

 

Wir reisen auch immer wieder nach Göncruszka  Die für 2026 geplante Reise musste abgesagt werden. Falls Sie sich für eine solche Reise interessieren,

(Reise mit dem Nachtzug - Aufenthalt in Göncruszka im Gästehaus

Tök-jó-vendégház im DZ mit Dusche/WC)

 

melden Sie sich doch bei

Elke Rüegger-Haller (Reiseleitung)

elkerueegger@gmail.com

079 689 41 09

26.8. - 3.9.20eiseleitunge Rüegger-Haller

 

 

 

Honig

Die reformierte Kirchgemeinde Göncruszka betreibt seit vielen Jahren eine Imkerei. Gross und Klein helfen mit, den Honig zu schleudern und sofort in Gläser abzufüllen (deshalb kaltgeschleudert!). Der Honig ist bei uns in Zürich erhältlich. Wir verkaufen ihn nicht, sondern geben ihn weiter als Danke für ihre Spende zugunsten TALENTUM. Honigsorten wechseln, je nachdem was die Bienen gesammelt haben:

Sonnenblumen, Akazien, TIAMO (Akazienhonig, in den 6 Wochen lang Kräuter eingelegt waren),  Raps, Phacelia (nicht immer sind alle Sorten erhältlich). Honigbezug über 

elkerueegger@gmail.com.

 

"Praktische Theologie/Diakonie": Der Pfarrer wäscht auch ab ...

Jahresbericht 2025 der Präsidentin des Vereins Pro Göncruszka Zürich

 

 

Per 31.12.2025 hatte der Verein Pro Göncruszka 43 Mitglieder.

 

 

Der Vorstand traf sich zu einer Sitzung «sichtbar», um die GV vorzubereiten – die andern Absprachen erfolgten per Mail.

 

 

Ein wichtige Aufgabe war und ist es noch immer, den Honig aus Göncruszka unter die Menschen in der Schweiz zu bringen. Ein ungarischer Transporteur, der kleinere Transporte regelmässig zwischen Ungarn und der Schweiz ausführt, nimmt in Eger den Honig in Empfang (meist 500-600 Gläser Honig pro Lieferung) und bringt uns dann den Honig nach Zürich. Lagern können wir den Honig noch immer in der Kirche Letten in Wikpingen – wie seit Beginn unserer Gemeindepartnerschaft mit Göncruszka. Dort wird dann auch Honig abgeholt. Unsere wichtigsten «Honigpartner» sind die reformierten Kirchgemeinden Sigriswil, Goldach und Laufen am Rheinfall, Teca nimmt viel Honig mit in die ungarisch-protestantische Kirchgemeinde Zürich, und in den Kirchenkreisen 6 und 10 gibt es beim Basar seit Jahren einen Honigtisch. Viele weitere Menschen holen Honig für sich oder auch zum Weitergeben. Immer gilt bei der Honigweitergabe: Wir verkaufen den Honig nicht – das müssen wir immer wieder betonen -, wir geben ihn weiter gegen eine Spende für die Schule Talentum in Göncruszka. Der Honig ist oft ein Türöffner, und wir können erzählen, was genau wir damit unterstützen. Sehr oft hören wir: Der Honig ist super fein! Das freut uns!

 

 

Mit dem Honiggeld helfen wir in der Schule Talentum das zu finanzieren, was nicht vom Staat finanziert wird. TALENTUM ist eine staatlich anerkannte reformierte Schule. Pro Kind bezahlt der Staat einen gewissen Betrag – dieses Geld reicht aus, um in Klassen mit 30 Kindern einen mittleren Lehrer*innenlohn zu finanzieren. Ebenfalls stellt der Staat ein Einheitslehrmittel gratis zur Verfügung. Wollen die Lehrkräfte noch andere Bücher nutzen, muss das privat finanziert werden, ebenso Musikunterricht, Thaiboxen, heilpädagogische Förderung, und vieles andere, das (vor allem auch benachteiligten) Kindern zugutekommt. Benachteiligte Kinder in vielerlei Art gibt es in Göncruszka immer mehr. Da alle öffentlichen Schulen auch die Möglichkeit haben, Kinder mit besonderen Bedürfnissen abzulehnen, kommen immer wieder Eltern aus der Umgebung mit ihren Kindern und bitten um einen Schulplatz. Und wenn in der TALENTUM Platz ist, erhalten sie den oft auch - nach klärenden Gesprächen mit der Schulleitung. Dass nun seit diesem Schuljahr auch ein Spezialist gefunden wurde, der Kinder aus dem Autismus-Spektrum betreuen kann, ist eine grosse Erleichterung (6 Kinder könne von ihm begleitet werden). Aber das kostet auch … zusätzlich – und all das wird finanziert aus dem «Honigtopf» und aus Spenden, die immer wieder zu uns gelangen. Auch finanziert werden müssen alle Bauvorhaben… der Staat bezahlt nichts daran!

 

 

Regelmässig besuche ich Göncruszka und schreibe dann auch updates aus Göncruszka (nach Angaben von Levente und Zsuzsa) – diese gehen an unsere Mitglieder und Spenderinnen und Spender, und auch noch weit darüber hinaus in die Schweiz und nach Holland und Deutschland an Menschen, die Göncruszka verbunden sind. Informationen sind wichtig, denn das gehört auch zur Beziehungspflege, die Levente und Zsuzsa wichtig ist, aber oft aus Zeitgründen nur sehr eingeschränkt möglich ist durch sie persönlich.

 

 

Wenn ich dort bin, töpfere ich immer wieder mit den Kindern – zu Weihnachten, zum Muttertag (der ist in der Schule Talentum ganz wichtig), oder auch zwischendurch … das ist eine gute Ergänzung zum Schulalltag, und manchmal entdeckt ein Kind, das weder Fussball noch ein Musikinstrument spielt, dass dieses mit den Händen Gestalten im Töpfern ihm Freude macht.

 

 

Talentum ist eine «Kunstschule» mit den Schwerpunkten Sport und Musik. Sport wird in Zusammenarbeit mit dem Sportverein in Garadna (ein Dorf in der Nähe von Göncruszka, dort wohnt auch der Sportlehrer) gestaltet – viele Kinder spielen Fussball, sind regelmässig an Turnieren und sehr engagiert. Angeboten wird als Zusatzunterricht auch Thaiboxen. Wer sich dafür anmeldet, muss auch ein ganzes Jahr dabeibleiben – ein wichtiges Erziehungsziel. Der zweite Schwerpunkt ist Musik – das heisst, dass alle Kinder in den ersten 2 Jahren Unterricht erhalten in Musiktheorie (Solfège), Singen, und auch Flöte spielen. Nach diesen 2 Jahren Grundausbildung können dann die, die das wollen, ein Instrument auswählen und lernen. Im Moment gibt’s Unterricht in Flöte, Saxophon, Klarinette, Schlagzeug, Klavier, Geige, Tuba, Trompete, Posaune und neu auch noch Cello. Für diesen Unterricht müssen die Eltern einen kleinen Beitrag bezahlen (nicht kostendeckend – da kommt der Honig wieder ins Spiel). Die Kinder erhalten dann Einzelunterricht 2x/Woche und 1x/Woche spielen sie in kleinen Gruppen, um das Zusammenspiel von Anfang an zu lernen. Dieser Unterricht findet während des Schulunterrichts statt. Seit nun 1 ½ Jahren ist ein junges Musikerehepaar in Göncruszka: Bence, der einen Schulchor gegründet hat und Klavierunterricht und neu nun auch Cello-Unterricht erteilt – und Sáron, die Singen unterrichtet und Englisch. Beide können sie im Juli erleben, wenn der Schulchor zu uns nach Zürich kommt zum Benefizkonzert. Dazu aber später mehr.

 

 

Egal ob singen, ein Instrument spielen, Stabpuppen basteln, Thaiboxen oder Fussballspielen – alles hilft auch beim Lernen der Pflichtfächer wie ungarische Grammatik oder Mathematik … und das zeigen auch die vielen Wettbewerbe, die in Ungarn zum Schulalltag gehören. Sehr oft belegen die Schülerinnen und Schüler der TALENTUM die vordersten Plätze. So hat z.B,, eine 8.-Klässlerin, die seit Jahren regelmässig das Thaiboxen in der TALENTUM besucht, den goldenen Preis von Ungarn gewonnen und wird nun an die Weltmeisterschaften fahren... aus einer Dorfschule in einem sozial schwierigen Gebiet … und diese unterstützen wir gerne seit 2011 und weiterhin.

 

 

Und: Früher spielte bei den Schulandachten am Montagmorgen und am Freitagnachmittag nur die Klavierlehrerin. Nun begleitet die Schulmusik-gruppe das gemeinsame Singen – mit Tuba, Posaune, Geige, Klavier, Saxophon …

 

 

 

 

Die Schule Talentum ist gewachsen: 2011 begannen 16 Kinder in der 1. und 2. Klasse – heute sind es 200 Kinder in 8 Klassen (+ ein Kindergarten mit 50 Kindern). Anfänglich waren es nur kleine Klassen – zum Start war das sehr gut! Das Schulkonzept hatte von Anfang an «Integration» zum Ziel: Bauernkinder, Pflegekinder (gibt es viele in Göncruszka) und Roma-Kinder – sie sollten zusammen lernen! Denn, so die Überzeugung: Wer in der Kindheit lernt, zusammen zu leben kann das auch später. Viele sagten damals: Das geht nicht! Das gabs auch nirgends so. Aber es geht – es geht so gut, dass jedes Jahr – auch 2025 wieder - ca. 90 Anmeldungen eingehen für die 30 Plätze in der ersten Klasse. So vielen Eltern absagen zu müssen ist jedes Jahr schwierig. Zwischenzeitlich sind die Klassen grösser geworden – seit 5 Jahren beginnen jeweils 30 Kinder die erste Klasse (auch aus Kostengründen, weil so mit dem staatlichen Geld ein Lehrer*innenlohn bezahlt werden kann) – in den ersten beiden Jahren findet der Unterricht immer wieder in Halbklassen statt, ab der 3. dann in einer Klasse. Das ist eine riesen Herausforderung, weil viele Kinder aus schwierigen Verhältnissen kommen … ca 55% aus «tiefer Armut», d.h. die Eltern leben von Sozialhilfe, sind arbeitslos, Pflegekinder aus Herkunftsfamilien mit Gewalterfahrungen usw. – und doch ist die Schule wie ein «Zuhause» … das haben auch die Lehrer*innen und Lehrer aus dem Kanton Zürich bewundert, die im Oktober 25 in Göncruszka waren zu einem Schulbesuch. Der Leiter der Reise war schon das zweite mal mit einer Lehrer*innengruppe in Göncruszka, weil er findet, es lohnt sich, dass Schweizer Lehrer*innen diese Schule kennenlernen.

 

 

Ich zitiere hier aus ihrem Abschlussbericht, weil ich finde, das zeigt so viel auch über diese besondere Schule, die wir unterstützen. Der Reiseleiter schrieb:

 

 

«Das hoch engagierte Schulteam lebt auf sichtbare Art die gemeinschaftliche und christliche Überzeugung, etwas Gutes zu tun. Es war beeindruckend zu erleben, wie viel man als Zaungast über Beziehungen und Prozesse in einer Schule erfahren kann, auch wenn man die Sprache der Gastgebenden nicht versteht und spricht. Wir lernten, Gestik und Mimik zu lesen und ihre Bedeutung für den Unterricht zu anerkennen. Und was haben die Zaungäste für ihre Schulen in der Schweiz mitgenommen? Vielleicht dies: Ein inspiriertes Team, in dem man sich gegenseitig unterstützt, kann in einem herausfordernden Umfeld mit engen Platzverhältnissen und knappen Ressourcen innovative Lösungen finden und mit Schwierigkeiten kreativ umgehen und dabei gelassen und unbelastet wirken». Solche Rückmeldungen machen Mut – in Göncruszka und auch uns in unserer Arbeit hier. Es lohnt sich ….

 

 

Alle Kinder aus Kindergarten und Schule essen täglich im Restaurant Tejjel Mézzel ihr Mittagessen und erhalten von dort Znüni und zvieri. 3 Mahlzeiten /Tag sind Pflicht in den Ganztagesschulen, um so auch die Verpflegung für Kinder aus armen Familien sicherzustellen. Es gibt Familien, in denen es nur in der Schule zu essen gibt. Eltern, die Arbeit haben und verdienen, zahlen einen Beitrag für diese Mahlzeiten. Diese Verpflegung ist immer wieder eine finanzielle Herausforderung in Göncruszka, weil die Beiträge, die der Staat für die 55% Kinder aus armutsbetroffenen Familien bezahlt, seit vielen Jahren gleichgeblieben sind (trotz massiver Lebensmittelinflation) und die Kosten schon lange nicht mehr decken. Aber dank des Gästebetriebs des Restaurants Tejjel Mézzel können die Kindermahlzeiten quersubventioniert werden aus den Erlösen der regulären Gäste des Restaurants – die Kalkulation bleibt aber eine grosse Aufgabe.

 

 

Nach 8 Klassen Primarschule Talentum geht es weiter … bisher haben alle Schulabgänger die Aufnahmeprüfung in weiterführende Schulen geschafft, auch das ist eine grosse Leistung!!

 

 

Wichtig ist uns deshalb auch weiterhin das Stipendienprogramm, mit dem wir Jugendliche unterstützen. Die Regeln dafür legen Zsuzsa und Levente fest in Rücksprache mit uns. Und diese Regeln wurde nun so angepasst, dass «Selbständigkeit» belohnt wird. D.h., wer im Studium sich noch einen Nebenjob sucht, um die Eltern weniger finanziell zu beanspruchen und in Schritten unabhängig zu werden, erhält mehr Stipendium als Studenten, die alle Kosten den Eltern überlassen. Bei den Anträgen der Jüngeren, die aufs Gymnasium oder Fachschulen gehen, wird auch gefragt, ob die Antragsteller*in sich an gemeinschaftlichen Aufgaben beteiligt (manche erzählen z.B., dass sie sehr gerne am Sonntagmorgen in der Musikgruppe mitspielen oder im Sommer in den Ferien bei Bauprojekten oder im Restaurant mithelfen) – auch dieses «Lernen» ist Zsuzsa und Levente wichtig! Und wir unterstützen sie darin, denn sie kennen die Situation der Jugendlichen am besten, mit denen sie in Kontakt bleiben wollen auch über die obligatorische Schulzeit hinaus. Aus den 19 Anträgen fürs Schuljahr 2025/2026 habe ich einen Stipendienbericht zusammengestellt, den die bisher Unterstützenden bereits per mail erhalten haben. Wer gerne einen solchen mitnimmt (und vielleicht neu Unterstützer*in wird?), darf das gerne tun. Sie liegen hier auf. Und wer ihn lieber per Mail erhält: Mailadresse melden, dann schicke ich ihn gerne.

 

 

Noch ein paar Worte zum seit 2 Jahren hängigen geplanten und dringend benötigten Ausbau der beiden zusätzlichen Zimmer in Dachstock. Es ist sehr eng im Schulhaus … alle hoffen deshalb, dass am 1.9.26 mit Schuljahresbeginn diese 2 Zimmer bezogen werden können. Die Verzögerung hängt mit neuen feuerpolizeilichen Vorschriften zusammen, die für grössere Gebäude in Kraft getreten sind. Zuerst mussten 6 Türen ausgewechselt werden, dann diverse Fenster, dann reichte der Wasserdruck nicht, der generell in Göncruszka sehr niedrig ist (deshalb gibts auch einen Wasserturm) – bei jeder feuerpolizeilichen Besichtigung wurden neue Probleme festgestellt, die zu beseiten waren, … eine fast unendliche Geschichte! Und vieles kostet(e) viel Geld …

 

 

Die 6 neuen Türen zu je 2 500.- Fr, von denen ich im update erzählte, wurden von 6 Privatspender*innen übernommen! Das war eine riesige Erleichterung! Vielen Dank noch einmal den Spender*innen!!! Das zeigt auch, wie wichtig unsere Unterstützung ist. Nun mussten noch an mehreren Stellen im Schulhaus und auch angebaut ans Schulhaus Holzverkleidungen und Holzanbauten entfernt werden – und nun endlich sieht es so aus, dass am 1.4. die Bauarbeiten beginnen können. Leider steigen im Moment auch die Materialkosten enorm an, bedingt durch den Iran-Krieg, denn alle Baustoffe, die irgendwie mit Öl zu tun haben, steigen rasant… und verteuern das Bauen!

 

 

Zu Zsuzsa Arbeit in Vilmány war im letzten update vieles zu lesen, deshalb habe ich mich hier auf Talentum konzentriert. Es ist ja auch der Teil der Arbeit, den wir schwerpunktmässig unterstützen wollen, auch gemäss unsere.

 

 

Danke seid ihr/sind Sie alle dabei in der Unterstützung dieser wichtigen Arbeit!

 

 

 

 

 

Elke Rüegger-Haller

 

 

Präsidentin Pro Göncruszka Zürich