Vilmány ist das Nachbardorf von Göncruszka. Die Mehrheit der Bevölkerung sind Roma (ca.80%). Die reformierte Kirchgemeinde Göncruszka/Vilmány/Hejce versucht hier, bessere Perspektiven zu schaffen.

Schutzhaus20160816_093304Das Schutzhaus – für viele Mütter eine erste Chance, ihr Leben zu verbessern.
Im Schutzhaus in Vilmány lernen die jungen Mütter, die teilweise noch Mädchen sind, wie sie ihr Kind ordentlich ernähren, waschen und kleiden. Es gibt Spielzeug und Bücher, was in vielen Haushalten fehlt.

Jeden Vormittag gibt es eine Gruppe „sicherer Anfang“ für die jungen Mütter mit ihren Kindern. Auch eine regelmässige ärztliche Beratung trägt zur Gesundheit von Mutter und Kind bei.

Am Nachmittag finden für Schulkinder verschiedene Aktivitäten statt: Hausaufgabenhilfe, Musikunterricht, gemeinsames Kochen und essen, Gemüsebeet im Garten pflegen, Berufsberatung, Gesprächsrunden … alles mit dem Ziel, die Kinder und Jugendlichen zu Eigenverantwortung zu ermutigen. Das gemeinsame Essen ist wichtig, weil es zuhause oft nichts zu essen gibt. Deshalb gehen diese Programme auch in den Schulferien weiter.

Die Unterstützung in Göncruszka und Vilmány beruht jedoch nicht auf gönnerhaften Almosen. Partizipation und Einsatz stehen im Zentrum.

schutzhausDSC_0011     schutzhaus Aufenthalt

Das Projekt der Roma Förderung, das vom HEKS koordiniert und von mehreren anderen Partnern (in der Schweiz, Niederlanden, der EU und in Ungarn selbst) unterstützt und mitfinanziert wird, geht auf die Initiative „Chance geben“ des lokalen Pfarrerehepaars Sohajda in 2004 zurück.